Kulturpolitische Paneldiskussion – Community Music

10.10.2026 , 14.00 – 15.30 Uhr

Stadtbibliothek im Motorama (Rosenheimerstraße 30-32, 88669 München)

Zurückblicken, weiterdenken: Kulturpolitische Entwicklungen von Community Music.

Eine interaktive Panel-Diskussion mit Kitty von Korff (Kulturreferat München), Prof. Dr. Alicia de Banffy-Hall (HFM Würzburg/HS Düsseldorf) und Antje Valentin (Generalsekretärin Deutscher Musikrat).

Moderation: Marion Haak-Schulenburg (Community Music Netzwerk)

 

Antje Valentin ist seit März 2024 Generalsekretärin des Deutschen Musikrats. Sie studierte Instrumentalpädagogik mit Hauptfach Klavier an der Universität der Künste Berlin sowie Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und war viele Jahre lang als Pianistin und Pädagogin (Klavier, Kammermusik, Korrepetition) tätig. Antje Valentin leitete die Musikschule Berlin-Friedrichshain und war stellvertretende Leiterin der Landesmusikakademie Berlin. 2011 bis Anfang 2024 war sie Direktorin der Landesmusikakademie NRW in Heek. Zudem gibt sie seit 2013 Gastkurse zur Berufskunde für Instrumental- und Vokalpädagog:innen an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf und der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Ehrenamtlich wirkte Antje Valentin bereits in zahlreichen Gremien mit, u.a. im Vorstand des Deutschen Tonkünstlerverbands Berlin, bei Jugend musiziert, im Berliner Musikschulbeirat, im Vorstand der Jeunesses Musicales Berlin sowie im Präsidium des Landesmusikrates Berlin. Von 2016 bis 2022 war sie Sprecherin des Verbands der Bundes- und Landesmusikakademien in Deutschland. Aktuell ist Antje Valentin Vorstandsmitglied des Netzwerks Junge Ohren e.V., der Jeunesses Musicales Stiftung und des Übehaus Kray e.V. in Essen.

Prof.in Dr.in Alicia de Bánffy-Hall studierte Performing Arts/Community Music am Liverpool Institute for Performing Arts und schloss anschließend einen MSc in Arts and Cultural Management an der Manchester Metropolitan University ab. An der Hochschule für Musik und Theater München promovierte sie und erhielt für ihre Dissertation den Kulturpreis Bayern.

Von 2004 bis 2012 leitete sie als Direktorin die Community Arts Company „Amabadelo“ und realisierte Projekte in Kultur-, Gemeinde- und Bildungseinrichtungen in Liverpool im Bereich Musik, Bewegung und Theater. 2015 übernahm sie die konzeptionelle Leitung der ersten vier Community-Music-Projekte bei den Münchner Philharmonikern. Zwischen 2018 und 2021 beriet sie das Konzerthaus Dortmund bei der Entwicklung von Community Music. Von Mai 2022 bis Juni 2023 war sie als Critical Friend für die Elbphilharmonie Hamburg im Rahmen des Community-Projekts „Love Est“ tätig.

Darüber hinaus leitet sie den Zertifikatslehrgang Community Music an der Landesmusikakademie NRW und ist seit 2022 Professorin für Community Music an der Hochschule Düsseldorf. Sie ist Vorsitzende der Community Music Activity Commission der International Society of Music Education, Research Fellow am Laurier Centre for Music in the Community in Kanada, Gründerin des Community Music Netzwerks sowie Mitglied des Editorial Boards des International Journal of Community Music.

Kitty von Korff ist nach einigen Jahren als freischaffende Künstlerin und Kunstvermittlerin seit nun zehn Jahren in der Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung der LH München im Kulturreferat. Dort für Förderung, Beratung und Vernetzung zuständig, bringt sie sich beim Dialogforum für einige Teilprojekte ein. Primär hält sie dem Organisationsteam aber den Rücken frei und schaut, dass die geförderten Projekte Kulturelle Bildung gut betreut sind.

Marion Haak-Schulenburg ist forschende und praktizierende Community Musician mit den Schwerpunkten vokale Arbeit, Body Percussion und interkulturelle musikalische Arbeit. Seit März 2026 ist sie Vertretungsprofessorin an der Hochschule Düsseldorf am Lehrstuhl „Musik in der sozialen Arbeit/ Community Music“. Nach einem Schulmusikstudium an der Universität der Künste Berlin arbeitete sie von 2006 bis 2009 als Chorleiterin, Stimmbildnerin und Lehrerin für elementare Musikerziehung für die Musikschule der Barenboim-Said Stiftung in Ramallah (Palästina). Ab dieser Zeit wendete sie sich dem Feld „Community Music“ zu, wurde zertifizierte Trainerin für die Organisation ‚Musicians without Borders‘(NL) und arbeitete nach ihrer Rückkehr nach Deutschland in verschiedenen Musikprojekten mit geflüchteten Menschen in Berlin. Zudem forscht sie im Rahmen einer Dissertation über Musikprojekte und ihren Musikbegriff.